Zweiter Platz

für Team Hömberg

 

Audi TTS muss Ford Focus ST im Rennen den Vorrang lassen. MOTORSPORT Ein Ausfall und ein zweiter Platz für Team Hömberg.

PLETTENBERG, Am Ende war es wohl ein „Pfennigartikel“, der wochenlange Arbeit, große Vorfreude und immense Hoffnungen eines gesamten Teams mit einem Male zunichte machte. Der sogenannte Ausgangsdrehzahlmesser des Getriebes sorgte am Samstag bei der Crew von Hömberg-Motorsport für lange Gesichter. Im Rahmen des 53. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennens auf der Nordschleife lief dabei vorerst alles nach Plan. Erstmals hatte das Team aus Plettenberg um Fahrer und Teamchef Bernd Hömberg zwei Fahrzeuge in ein Langstreckenrennen geschickt. Nach einem Ausfall im letzten Lauf zur VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring hatte sich das Team mit einem Spezialisten zusammengesetzt und im 350 PS starken Audi TTS ein neues Getriebe verbaut. „Bei den Tests mit dem neuen Getriebe ist alles problemlos gelaufen“, zeigte sich Bernd Hömberg nur einen Tag vor dem Rennen zuversichtlich. Lediglich die extremen Außentemperaturen bedingten am Freitagabend noch einige Korrekturen. „Wir haben das Problem, dass unser Steuergerät unter diesen Bedingungen überhitzt“, erklärte Hömberg im Gespräch mit der Heimatzeitung.

 

Doch auch dieses Problem hatte das Team bis zum Rennstart am Samstagmittag aus dem Weg geräumt. Einen Beleg dafür lieferten die starken Vorstellungen im Qualifying. Während der leistungsstärkere Audi TTS in der Klasse SP3T einen guten vierten Platz belegte, reichte es für den „kleinen Bruder“, der bereits beim 24-Stunden-Rennen für große Freude sorgte, gar für den Spitzen-latz in der Klasse VT2.Dabei wäre beim „Großen“ noch mehr drin gewesen. „Mit weniger Verkehr auf der Strecke wären wir sicher 10 bis 15 Sekunden schneller gewesen“, ärgerte sich Fahrer Torsten Platz. „Dann sind wir zeitlich genau da, wo wir hinwollen -an der Neun-Minuten-Grenze“, ergänzte Teammanager Jens Stederoth.

 

Ölfilm auf der Straße – einmal durchatmen

 

Auf der Jagd nach einer schnelleren Runde wurde Bernd Hömberg im Streckenabschnitt Breidscheid von einem Ölfilm gebremst .„Nachdem zwei Autos bereits in der Leitplanke eingeschlagen waren, konnte Bernd das Auto noch abfangen – Glück gehabt“, berichtete Stederoth. Nachdem bei Test- und Trainingsläufen alles glatt lief und die beiden Boliden von Hömberg-Motorsport aussichtsreich ins Rennen geschickt wurden, waren die Erwartungen dementsprechend groß. „Wir sind optimistisch und fahren voll auf Angriff“, gab Bernd Hömberg vor dem Startschuss preis. Während der seriennahe Audi TTS in der Fahrerbesetzung Alexander Streit, Christian Puth und Bernhard Henzel konstant seine Runden drehte, sorgte der Renner mit der Startnummer 321 schon früh im Rennen für erste Sorgenmienen. Nach nur vier Runden funkte Fahrer Torsten Platz das erste Mal in Richtung Kommandostand: „Das Getriebe schaltet planlos rauf und runter.“ Bei einem Boxenstopp führte das Team dann einen Reset am Wagen durch. Das Problem blieb jedoch bestehen, sodass Platz den Audi nach nur 40 Minuten im Streckenabschnitt Breidscheid abstellen musste. „Wir waren natürlich alle mächtig frustriert, können uns aber keinen Vorwurf machen. Das Team hat absolut professionell gearbeitet“, stellte Jens Stederoth klar. Jetzt setzte das Team alles daran, sein zweites As im Ärmel auszuspielen. Schließlich belegte der „kleine Sauerlandblitz“ in seiner Wertung nach wie vor den ersten Platz. Nach einem planmäßigen Tankstopp ging es jedoch vorerst zurück auf den zweiten Platz.

 

Boxenstopp wirft den „kleinen Audi“ auf Platz 2

 

In Schlagdistanz machte sich nun Schlussfahrer Christian Puth bei seinem ersten Einsatz für Hömberg-Motorsport auf die Jagd nach dem erstplatzierten Ford Focus ST. Der erfahrene Pilot verringerte den Abstand von anfangs 60 Sekunden auf 32 Sekunden. Doch in Anbetracht der kurzen Restdauer des Rennens (vier Stunden Rennen) war der Ford zu weit enteilt. Letztendlich freute sich das Team über den zweiten Platz. Und so blieben am Ende des Tages eine positive und eine negative Nachricht. Auch trotz des Ausfalls zieht das Team unter dem Strich ein positives Fazit des Wochenendes. „Das Team hat einen super Job gemacht“, lobte Stederoth.„Beim Großen haben wir gesehen, dass er Potential hat. Wir haben die Möglichkeit, unter die neun Minuten zu fahren. Über diesen Fortschritt sind wir sehr glücklich“, äußerte sich der Teammanager über den 350 PS starken Audi TTS, der am Samstagabend gleich zu einem Getriebespezialisten und nicht wie geplant zurück ins Sauerland gebracht wurde.In einem Monat will das Team um Bernd Hömberg wieder angreifen und beim 6 Stunden ADAC Ruhr-Po-kal-Rennen erneut mit beiden Fahrzeugen an den Start gehen.

 

 

 

Quelle: Süderländer Tageblatt, Plettenberg, Lokalsport (sk)

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